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Technische Details zu Keilriemen



Keilriemen werden als Treib- oder Antriebsriemen eingesetzt. Ihre klassische Form beschreibt vom Querschnitt ein Trapez, also einen Keil. Somit können die Riemen in Spannrollen laufen und durch den Reibschluss ihrer Form mehrere Nebentriebe antreiben. Einfach ausgedrückt, wird über die Riemenscheibe an einem Motor durch den Keilriemen die Riemenscheibe der Lichtmaschine angetrieben.
Natürlich gibt es viel mehr Einsatzbereiche für Keilriemen und daraus resultierend auch verschiedenen Formen von Keilriemen. Nachfolgend erklären wir Ihnen die gängigsten Keilriementypen
 
Automotive Keilriemen (AVX)
 
Bild mit Automotive Keilriemen
Diese Keilriemen werden auch KFZ-Keilriemen genannt und sind für den Einsatz in- und an Kraftfahrzeugen entwickelt, erfüllen aber aufgrund ihrer Robustheit auch in weiteren Einsatzgebieten ihren Zweck. KFZ-Hochleistungskeilriemen bestehen aus einem Deckengewebe, einer Einbettfolie, quer zur Längsachse gerichtete Textilfasern und einem Polyesterfaser-Zugstrang. Sie sind auf ihrer Innenseite formgezahnt und an den Seiten flankenoffen. Die Zahnung dient dem Zweck auch kleinere Riemenscheibendurchmesser zu umspannen und dabei die Wärmeentwicklung zu minimieren und die Lebensdauer zu erhöhen. Durch die Flankenoffenheit (nicht ummantelt) wird der Reibschluss in den Riemenscheiben erhöht und der Verschleiß minimiert. Diese Riemen gelten als Wartungsfrei.



Die Vorteile dieses Keilriemens:
  • Starke Biegung durch Formverzahnung möglich
  • Sehr gut geeignet für den Betrieb in kleinen Keilriemenscheiben
  • Hohe Zugfestigkeit und Wirkungsgrad, dadurch sehr gute Leistungsübertragung
  • Hohe Lebensdauer und niedriger Verschleiß
 
 
Breitkeilriemen nach DIN 7719 und ISO 1604


Bild mit Breitkeilriemen
Breitkeilriemen haben mindestens die doppelte Breite zur Höhe. Von der Struktur ist der Breitkeilriemen wie der klassische formverzahnte, flankenoffener Keilriemen aufgebaut. Durch seine Breite steigt die Laufruhe und Querversteifung des Riemens. Deshalb kann dieser Riemen bei sensiblen regelbaren Antrieben eingesetzt werden. Die Einsatzgebiete der Breitkeilriemen finden sich z. B. im Maschinenbau, Drehzahl-Verstellgetriebe, Landmaschinen, Werkzeugmaschinen.



Die Vorteile des Breitkeilriemens
  • Einsatz in Regelantrieben
  • Hohe Laufruhe, niedriger Verschleiß
  • Hoher Wirkungsgrad bei niedrigen Betriebskosten
  • Hohe Quersteifigkeit und lange Lebensdauer
 

Doppelkeilriemen (AA, BB, CC) nach DIN 7722 und ISO 5289


Bild mit Doppelkeilriemen


Der Profilquerschnitt der Doppelkeilriemen ist ein Sechseck aus zwei flächengleichen, zueinander zeigenden Trapezen. Die neutrale Faser mit dem Zugstrang liegt auf halber Höhe des Profils. Der Aufbau des Riemens besteht aus dem Gummikern, den in der Mitte angelegten Zugstranges aus Polyesterfaser und dem Umhüllungsgewebe. Durch den in der Profilmitte angeordneten Zugstrang ist der Doppelkeilriemen äußerst flexibel und dehnungsarm. Er eignet sich daher besonders gut für auftretende wechselseitige Biegung. Die Riemen werden dann eingesetzt, wenn mehrere Riemenscheiben in einer Ebene liegen und die Drehrichtung einer oder mehrerer getriebener Riemenscheiben geändert werden soll, ohne den Riemen zu kreuzen. Die Anwendungsbereiche der Doppelkeilriemen finden sich in- und an Landmaschinen, genauso wie im Maschinenbau.



Die Vorteile dieses Doppelkeilriemens:
  • Hohe Flexibilität durch mittigen Zugstrang
  • Dehnungsarm
  • Gute Eignung für Serpentinenanordnungen
  • Lange Lebensdauer
 

Flankenoffene Keilriemen (AX, BX, XPA, XPC, XPZ) nach DIN 2215 und ISO 4184


Bild mit flankenoffenem Keilriemen

Flankenoffenen Keilriemen bestehen dem Gummikern mit quer zur Laufrichtung verlaufender Faserverstärkung und Deckgewebe, dem aus Polyester bestehenden Zugstrang und der Formverzahnung. Aufgrund des Aufbaus des Riemens und damit die gegebene Möglichkeit der großen Leistungsübertragung auch bei kleinen Scheibendurchmessern und hoher Motordrehzahl werden Gewicht und Platz reduziert, welches gleichbedeutend mit Senkung der Kosten und Erhöhung der Betriebssicherheit ist. Die Einsatzbereiche des flankenoffenen, formverzahnten Keilriemens liegen z.B. im Maschinenbau, Fördertechnik, Kompressoren, Pumpen, Holzbearbeitungsmaschinen und Hochleistungssägen.



Die Vorteile dieses flankenoffenen Keilriemens:
  • Hohe dynamische Kraftübertragung
  • Gute Biegebeanspruchung
  • Kostengünstig und drehfreudig
  • Gute Wärmeabfuhreigenschaften
 

Ummantelte Keilriemen (SPB, SPC, A,B,5V) nach DIN 7753 Teil 1 und ISO 4184

 
Bild mit ummanteltem Keilreiemen


Ummantelte Keilriemen bestehen aus dem Gummikern mit quer zur Laufrichtung verlaufender Faserverstärkung, dem aus Polyester bestehenden Zugstrang und dem abriebbeständigen Umhüllungsgewebe. Durch Ihre Bauart können die Riemen höhere Leistungsübertragungen bei gleicher Baugröße anderer Riementypen bieten. Seine Einsatzgebiete findet der ummantelte Keilriemen z.B im Maschinen- und Sondermaschinenbau. Landmaschinenbau, Werkzeugmaschinen.




Die Vorteile dieses ummantelten Keilriemens:
  • Hohe Leistungsübertragung
  • Einsetzbar bei geringe Baubreiten
  • Benötigt wenig Platz zum Spannen
  • Hohe Temperaturverträglichkeit


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